Apr
13
Am 20. April finden bundesweit in allen Landeshauptstädten Schulstreiks statt, so auch in Linz. Für Wels gibt es ein eigenes Bündnis, die “Bildungs-Initiative”, deren Homepage demnächst online gehen wird.
Die Forderungen lauten:
- Her mit der Bildungsmilliarde - Investition in den Bildungsbereich bedeutet Investition in die Zukunft, auch in Zeiten der Krise
- Wir fordern kleinere Klassen und mehr Lehrpersonal - Sowohl unbezahlte Mehrarbeit als auch Streichung von Reformen sind keine Lösungen
- Aufforderung an die LehrerInnen zu streiken - Und nicht nur davon zu sprechen
Wie leicht zu erkennen ist, wollen wir einen konstruktiven Gegenpol zur LehrerInnengewerkschaft bilden, was die jetzige Bildungsdebatte rund um die berüchtigten “2 Stunden” betrifft.
Schulstreik-Treffpunkt für Wels
20. April, Busbahnhof Wels
9.45 Uhr, danach fahren wir nach Linz
Gesucht werden noch Leute, die mitmobilisieren und uns unterstützen. Hierzu sich am besten in den Kommentaren dieses Eintrages oder auf aaron.bruckmiller@reflex.at melden!
Der programmatische Text für Wels wurde von mir auf einer Basis von ein paar Eckpunkten, welche in einer Diskussion mit interessierten SchülerInnen entstanden ist, erstellt:
Die Forderung nach zwei Stunden Mehrarbeit für das Lehrpersonal Österreichs von Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) rief zugleich die LehrerInnengewerkschaft auf den Plan. Da die Ministerin betonte, sie könne aufgrund ihres beschränkten Budgets ohne diese Maßnahme andere Reformen wie kleinere Klassen, mehr Tagesbetreuung, mehr Kleingruppenunterricht und weitere Verbesserungen nicht durchführen, war die eigentliche Nachricht klar: entweder es wird mehr gearbeitet oder die Bedienungen an den Schulen werden sich verschlechtern (oder bleiben gleich, allerdings macht dies nicht viel Unterscheid). Der PflichtschullehrerInnen-Gewerkschafter Walter Riegler (ÖVP) forderte sogleich die Abschaffung der Ganztagsbetreuung.
Das Budget des Bildungsministerium wurde zwar laut Ministerium leicht erhöht, allerdings wird es mehr als diese Finanzspritze benötigen, um den Holzweg verlassen zu können, der in den letzten Jahren im österreichischen Bildungssystem eingeschlagen wurde. Mit dem Hinweis auf die weltweite Wirtschaftskrise wird von Seiten des Finanzministers Josef Pröll (ÖVP) argumentiert, dass alle den Gürtel enger schnallen müssen und daher die Masse für die Fehler einzelner büßen müssen, die sich teilweise sogar noch jetzt bereichern. So problematisch sich Prölls Vorgabe auch anhören mag, vor allem im Bildungsbereich wirkt sie fatal: Wenn an der Bildung gespart wird, wird an der Zukunft gespart. Denn die SchülerInnen müssen die Gesellschaft von morgen tragen und brauchen daher das entsprechende Werkzeug. Die Vermögenssteuer und somit der Beitrag der Reichen wird von der Regierung aber abgelehnt, obwohl damit locker die Reformen zu bezahlen wären.
Die Bildungsinitiative soll ein möglichst breiter Zusammenschluss aus SchülerInnen, Lehrpersonen, Eltern und anderen solidarischen Personen werden, welche für Verbesserungen im Schulbereich eintreten ohne Standespolitik betreiben zu wollen. Dies bedeutet ein gemeinsames und solidarisches Eintreten für SchülerInnen und Lehrpersonen. Wenn die Bastion Schulsystem fällt, ist es nur eine Frage der Zeit bis andere Beschäftigungsbereiche Angriffe erfahren. Kein Berufstand kann sich sicher sein, als nächstes dazu verpflichtet zu werden zwei Stunden unbezahlt mehr zu arbeiten. Der Streik ist ein berechtigtes Mittel um unser aller Interessen durchzusetzen.







Hallo Aaron,
ich finde diese Streik-Aktion ziemlich kontraproduktiv und die dafür Argumente nicht schlüssig. Meine Anmerkung dazu findest du auf http://kratzekatze.blogspot.com
lg, Kathi Siegl (ehem. VSSTÖ Linz Sekretärin)
@Katharina:
Super Artikel, leider kann ich auf deinem Blog nicht kommentieren, deshalb das Lob hier!
@Aaron:
Du treibst dich nicht eventuell im Infoladen herum und trägst Kerzerln zum K.J., wenn die Antifa ruft, oder?
Anders kann ich mir nämlich nicht erklären, wie jemand glauben kann, dass Bildung heutzutage noch etwas mit mehr Geld zu tun haben kann :-?
@Katharina: das mit dem kommentieren geht bei dir echt schwer, bitte ändere das dann antworte ich bei dir…
@Andy: punkto infoladen: nicht alle linke sind anarchistisch eingestellt.
was die frage mit dem “kerzerln ” herumtragen betrifft: wenn du es für nicht wichtig findest, vor faschistischen Umtrieben zu mahnen, dann mach nicht mit. den der unterton, der da in deiner polemischen aussage mitschwingt, ist etwas gefährlich…
ausserdem kracht ist an allen ecken und enden. in die banken milliarden zu stecken geht offenbar binnen tagen, ins schulsystem und somit (pathetisch formuliert) in die zukunft zu investieren ist offenbar zuviel verlangt. (im übrigen mein ich das mit den banke keinesfalls populistisch, denn diese formen der staatsinvestitionen, der zurzeit durchgeführt werden sind vollkommen schwachsinnig und verhindern rein gar nichts, sie verzögern nur) und zu guter letzt noch ein zitat des schwedischen bildungsminister: es ist nicht möglich, zuviel in bildung zu investieren. Think about it!
ok, ist geändert. freu mich auf deinen kommentar.
lg, kathi
kann denn nicht einmal einer an die kinder denken?
Die Banken brauchen das Geld in der Krise auch wichtiger, gehen die Banken bankrott dann geht alles bankrott. Man kann über Bankensysteme schimpfen solange sie funktioniert. Sobald sie kaputt sind muss man sie reparieren und das erfordert halt viel Geld.